Casino Salzburg
Erzbischof Johann Ernst Thun erwarb Ende des 17. Jahrhunderts den kleinen Adelssitz Kleshof vor
den Toren der Stadt Salzburg. Zwischen 1700 und 1709 war Fischer von Erlach mit der Errichtung des
eleganten Lustschlosses beauftragt, das ganz vom oberitalienischen Manierismus beeinflusst ist. Nach
dem Tod des Erzbischofs im Jahr 1709 blieb das Schloss mit dem ursprünglichen Namen "Favorita"
lange Zeit unvollständig. Erst Erzbischof Leopold Anton von Firmian, der Erbauer des Schlosses
Leopoldskron, ließ das Schloss Klessheim mit vielen Abstrichen gegenüber dem ursprünglichen Plan 1732
vollenden.
Ein echtes Lustschloss
Hochherrschaftlich präsentiert sich Schloss Klessheim dem Besucher: die Auffahrt mit dem prachtvollen
Tritonenbrunnen, die Loggia, die Eingangshalle und das Treppenhaus lassen etwas von dem barocken Prunk
der damaligen Zeit erahnen. Am Beginn der Auffahrt befindet sich auf jedem Außensockel ein liegender
Hirsch, dessen Geweih mit goldenen Sternen versetzt ist, dass an das Wappen des Erzbischofs Firmian
erinnern soll. Der Stuck im Inneren wurde von Paolo d'Allio und Diego Francesco Carlone nach Entwürfen
Fischers von Erlach ausgeführt.
Schloss Klessheim in der Neuzeit
Adolf Hitler nutzte das Schloss ab 1938 für Staatsempfänge und Arbeitstreffen wie etwa mit Benito
Mussolini oder Miklós Horthy. Eine Umgestaltung aus dieser Zeit sind die Sandsteinadler auf den
Eingangsportalen im Stil des Dritten Reichs. Schloss Klessheim war damals Schauplatz von Waffenschauen
und Paraden. 1945 war das Schloss Schauplatz der Siegesfeiern der Alliierten, dann Sitz der amerikanischen
Militärverwaltung.
Der Garten
Die zum Schloss gehörende Gartenanlage, die mit einer hohen Schlossmauer und 11 Wächterhäuschen
versehen ist, bestand wohl von Anfang an, aus drei jeweils von Mauern voneinander getrennten Teilen:
den Meierhofgarten (Wirtschaftsgarten), den Ziergarten und den Fasangarten (Jagdgarten).
Casino Salzburg
Seit 1993 ist das Casino Salzburg in den prachtvollen Räumlichkeiten des Schloss Klessheim
untergebracht. Besucher schätzen heute vor allem das Nebeneinander von Barockkunst und modernem Spiel,
das das besondere Flair des Casinos auszeichnet.
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